Verkehrsüberwachung schützt

2016 wurden in Bayern 71.763 Personen im Straßenverkehr verletzt. Hinzu kommen 616 Menschen, die bei Verkehrsunfällen ums Leben kamen. Die meisten tödlichen Verkehrsunfälle ereignen sich nach wie vor auf den Landstraßen.

Dort starben 394 Menschen. 2016 war erneut überhöhte und nicht angepasste Geschwindigkeit die Hauptunfallursache für schwere Verkehrsunfälle. 195 und damit rund ein Drittel aller tödlichen Verkehrsunfälle gingen auf Raser zurück.

Tempokontrollen wirken

Wo wir regelmäßig kontrollieren, sind die Autofahrer nachweislich langsamer unterwegs. Das zeigt unsere Statistik. Aussagekraft für die Verkehrssicherheit hat die Verstoßquote, also die gemessenen Geschwindigkeitsverstöße pro Stunde. Erstmals nach neun Jahren zeigte sich im Jahr 2016 ein leichter Trend nach oben. Eine mögliche Ursache ist die Aufnahme zahlreicher neuer Kommunen im letzten Jahr. Erfahrungsgemäß wirkt sich die Geschwindigkeitsüberwachung verzögert aus. Es tritt letztlich das ein, was sich die Bürger unserer Mitgliedsgemeinden wünschen: weniger Geschwindigkeitsüberschreitungen, mehr Sicherheit.

Geschwindigkeitsüberwachung ist Lebensqualität

Immer mehr Menschen leiden unter dem Verkehrslärm. Unsere Tempomessungen führen zu mehr Verkehrsdisziplin und senken so den Lärmpegel für die Anwohner.

Freie Fahrt für Feuerwehr und Notarzt

Bei jedem vierten Einsatz kämpfen die Rettungskräfte mit Verkehrsproblemen. Es sind nicht nur die Falschparker in der Feuerwehranfahrtszone, die den Rettern den Weg versperren. Auch falsch geparkte Autos in engen Gassen und im Kreuzungsbereich machen das Durchkommen oft unmöglich. Weil im Notfall jede Sekunde zählt, legen wir großes Augenmerk darauf, dass die Rettungswege nicht blockiert sind.

Freihalten von Behindertenparkplätzen und Gehwegen

Behindertenparkplätze müssen den Berechtigten vorbehalten sein. Das gilt auch für die Gehwege. Hier macht sich eine „Jetzt-komm-ich-Mentalität" breit. Das zeigt auch unser „Verstoß des Monats". Unsere Verkehrsüberwacher sorgen dafür, dass diejenigen zur Verantwortung gezogen werden, die sich bedenkenlos über Verbote hinwegsetzen - und dadurch Kinder, Senioren oder Eltern mit Kinderwagen in Gefahr bringen.